Die Tricolore

Die Flagge Frankreichs wird als Trikolore bezeichnet, was, wie der Name schon sagt, auf die Verwendung der drei Farben Blau, Weiß und Rot, von links nach rechts angeordnet, zurückgeht. Erstmals wurde sie im Jahr 1794 als offizielle Flagge der Nation während der Französischen Revolution gehisst. Die französische Nationalflagge wird nicht nur im Land selbst gehisst, sondern auch in den Überseegebieten. Hier werden aber auch lokale Flaggen gehisst, wie zum Beispiel in Französisch-Polynesien. Die 26 einzelnen Regionen in Frankreich haben ebenfalls ihre eigenen Flaggen, die zusätzlich zur Nationalflagge gehisst werden dürfen. Die Flaggen beinhalten dabei das komplette traditionelle Wappen der Region oder Teile davon. 

Die National- und Seeflagge des Landes war bis zur Französischen Revolution und auch während der Zeit der Restauration eine schlichte Fahne in Weiß. Sie wurde auch als Seeflagge benutzt und gehisst, wenn der König anwesend war. War nicht der König zugegen, dafür aber ein anderes Mitglied der königlich französischen Familie, so wurde die Pavillon Royal gesetzt, das Lilienbanner. Die Trikolore tauchte erstmals 1790 auf und wurde zunächst vier Jahre lang als Flagge für die Seefahrt benutzt. Rot und Blau waren und sind die Farben der Hauptstadt Paris, Weiß die Farbe des Königs. Das Weiß in der Mitte hatte den Hintergrund, dass die Macht des Königs eingeschränkt war durch die Bürger, daher auch Blau und Rot an den Seiten, die das Weiß einrahmen. Diese Interpretation wurde hinfällig, als die Monarchie abgeschafft wurde, denn dann wurde die Tricolore zum Symbol der Revolution. Seitdem steht das Weiß für die Freiheit, das Rot für die Brüderlichkeit und das Blau für die Gleichheit.